Samstag, 20. Januar 2018

Quo vadis SPD

Welch eine gigantische Werbewelle brach über dieses Land und seine Menschen mit dem Abschluss der Sondierungsgespräche herein.
Unmengen an positiven Erfolgen schreib sich die SPD auf ihre Fahnen und entblödet sich auch nicht, niedliche kleine Spots mit diversen Funktionären zu erstellen, in denen diese dann tatsächlich dies alles an vereinbart bezeichnen.
Gleichzeitig werden einige Vorstandsmitglieder nicht müde, zu erwähnen, es waren Sondierungen und nun kommen die Koalitionsverhandlungen.
Richtig, und dabei führen sie dann auch ihre Werbespots ad absurdum, denn erst der Koalitionsvertrag schreibt fest, wie die politische Regierungsarbeit der nächsten Jahre geplant sein könnte. Und ich sage bewußt könnte, denn die Vergangenheit hat deutlich gezeigt, Koalitionsverträge sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben werden.
Dabei hatte die SPD am Wahlabend kurz die Zeichen der Zeit erkannt und wollte sich tatsächlich dem Wählerwillen stellen. Unisono erklärten ihre Vertreter, die große Koalition sei abgewählt und daher komme für die SPD nur noch die Opposition infrage. Aber vermutlich war nach dem grandiosen Scheitern der Jamaika-Sondierungen der Lockruf der Futtertröge doch stärker als alle Vernunft.
Eines jedoch stimmt bei all dem positiv. Innerhalb der SPD wird heftigst diskutiert, geschimpft und gestritten, daran können sich viele Parteien in diesem Land ein Beispiel nehmen.

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